Zwischen Fake-News, Brand Safety und Jugendschutz: Die Kunst der Positionierung auf Social Media

Social Media Deep Fakes
Die Algorithmen von Social-Media-Plattformen verstärken das Nutzer*innenverhalten, indem Inhalte je nach Interessen und Interaktion im Content-Feed der Nutzer*innen gerankt werden. Dieses personalisierte Ranking, stellt sicher, dass jemand, der Spaß am Heimwerken hat, auch die neuesten DIY-Hacks in seinem*ihrem Feed wiederfindet. Entscheidend für jede*n Marketer ist, dass diese Algorithmen auch die Ausspielung der Werbung beeinflussen. Die Vielfalt an unterschiedlichen Inhalt und Inhaltstypen machen die Plattformen lebendig. Für Marken ist diese Vielfalt Fluch und Segen zugleich, denn die Platzierung einer Werbeanzeige zwischen extrem unterschiedlichen Inhaltstypen kann durchaus problematisch sein und die Markenpositionierung in ein schiefes Licht rücken. Besonders wichtig ist dies, wenn es darum geht, die richtige Zielgruppe zu erreichen und gleichzeitig auf das umgebende Content-Umfeld zu reagieren.

 

User-generated Content ist das Herzstück sozialer Medien, doch die Sicherstellung der Markenreputation gestaltet sich in diesem Kontext oft nicht ganz so einfach.

 

Brand Safety & Social Media: Welche Möglichkeiten haben Werbetreibende hinsichtlich Markenpositionierung?

Meta bietet hier verschiedene Funktionen im Bereich Brand-Suitability an, die auch wir bei der Aussteuerung von Werbekampagnen nutzen. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, mit spezifischen URL-Blockierlisten zu arbeiten oder Content-Filter einzusetzen, um die Platzierung neben kritischen Inhalten zu vermeiden. Diese Maßnahmen helfen, die Sicherheit der Marke zu gewährleisten und das Risiko zu minimieren, Werbung in unangemessenem Kontext auszuspielen.

Fake News and Deepfakes: Eine wachsende Bedrohung

Mit der breiten Zugänglichkeit von KI-Tools wie ChatGPT, Midjourney & Co hat die generative KI enorme Fahrt aufgenommen. Keine Frage, die Nutzung von KI birgt für Werbetreibende großes Potenzial, aber sie bringt auch Schattenseiten mit sich, wie z.B. Deepfake-Videos und Fake News. Durch KI ist es relativ einfach geworden öffentliche Meinung zu manipulieren und Fehlinformationen zu verbreiten. Hier besteht rascher Handlungsbedarf der Big Player, um mehr Transparenz zu schaffen. Meta kennzeichnet beispielsweise ein breites Spektrum von Video-, Audio- und Bildinhalten, die mit KI erstellt wurden, als „Made with AI“, wenn standardmäßige KI-Indikatoren erkannt werden oder Nutzer*innem dies offenlegen. Darüber hinaus identifiziert Meta Fehlinformationen durch unabhängige Faktenprüfer*innen, zertifiziert durch das International Fact-Checking Network (IFCN) oder das European Fact-Checking Standards Network (EFCSN). Auch User haben die Möglichkeit, Falschinformationen in Beiträgen zu melden. Diese Maßnahmen folgen direkt auf Empfehlungen des Oversight Boards. Das von Meta eingerichtete Aufsichtsgremium, welches Unabhängigkeit verspricht, wirkt maßgeblich auf die Content-Policy von Meta, auch hinsichtlich Fake News ein.

Zur Stärkung der eigenen Medienkompetenz und zum Schutz vor Fehlinformationen hat auch TikTok Maßnahmen gesetzt. Millionen Europäer*innen wählten von 6. bis 9. Juni 2024 das Europäische Parlament. Seit Mai 2024 haben Nutzer*innen Push-Benachrichtigungen erhalten, die sie zu ihrem lokalen Wahl-Hub in der App leiten, wo sie vertrauenswürdige Informationen über die bevorstehende Wahl zum EU-Parlament und Tipps zur Mediennutzung finden. Diese Wahl-Hubs wurden in Zusammenarbeit mit lokalen Wahlkommissionen und Organisationen der Zivilgesellschaft in jedem der 27 EU-Mitgliedstaaten eingerichtet. Die Initiative stärkt die Medienkompetenz durch Lehrvideos und Partnerschaften mit Faktencheck-Organisationen.

Jugendschutz im Mittelpunkt

Durch Paid aber auch organische Inhalte, die perfekt an das Nutzungsverhalten der User angepasst sind, steigt auch das Suchtpotential. Wer kennt das nicht, wenn man in der Endlosschleife von Reels hängen bleibt? Besonders Kinder und Jugendliche verlieren sich oft und verbringen immer mehr Zeit in den sozialen Netzwerken. Faktoren wie die mentale Gesundheit, fehlende Sensibilisierung, wie mit dem Teilen persönlicher Inhalte umgegangen wird sowie der Umgang mit fremden Kontaktpersonen bergen zusätzliche Gefahren. Der seit Februar 2024 gültige Digital Services Act (DSA), verpflichtet dazu, Minderjährige besonders zu schützen. Führende Plattformen kommen immer mehr im Zugzwang und verschärfen ihre Maßnahmen. Auf Instagram können Jugendliche nun keine Nachrichten mehr von Personen erhalten, denen sie nicht folgen. Zudem ist die Zustimmung der Eltern erforderlich, um bestimmte Einstellungen auf der Plattform zu ändern. Bereits seit November 2023 hat Meta das Ausspielen von Ads an unter 18-Jährige verboten.

 

Wie geht man nun als Werbetreibender mit diesen Hürden um?

Die Gen Z (Geburtsjahrgänge zwischen 1995 und 2010), auch gern als „Digital Natives“ bezeichnet, sind am Weg die größte Verbrauchergruppe der Welt zu werden. In der Kommunikation tragen Marken die Verantwortung. Junge Zielgruppen wünschen sich authentische Ansprache auf Augenhöhe und verlangen nach erlebbarem Storytelling und positiven Emotionen. Mit aufpolierten Werbeslogans stoßen Werbetreibende auf Unverständnis, User Generated Content muss im Fokus der Werbestrategie stehen. Auch gilt es, neue Wege in der Kommunikationsstrategie zu finden. Wesentlich ist, Eltern und Erziehungsberechtigte in die Markenkommunikation zu integrieren und die Werbekonzeption darauf auszurichten, da diese einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungsfindung nehmen.

Fazit

Die Vielfalt der Inhalte, die Algorithmen der Plattformen, die Bedrohung durch Fake News und Deepfakes sowie der notwendige Jugendschutz machen die Gestaltung effektiver Werbestrategien und Positionierung von Marken zu einem komplexen Unterfangen. Es gilt hier Strategien und insbesondere Zielgruppen neu zu überdenken, Plattformen auszutesten und Flexibilität gegenüber den Anpassungen der Richtlinien zu beweisen. Nur so können Marken in der dynamischen Welt der sozialen Medien erfolgreich agieren und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den damit verbundenen Risiken umgehen.

Als Expertin für Social Media Marketing wissen wir genau, wie wir Ihre Markeintegrität schützen und verantwortungsbewusste Werbestrategien für junge Zielgruppen entwickeln. Kontaktieren Sie unsere Expert*innen unter +43 1 522 7220-0 oder kontaktieren Sie uns mit Ihrem Anliegen per Kontaktformular.

 

Quelle Headerbild: KI Midjourney, Screenshot Instagram fit_aitina

 

 

Wenn die Website Umsatz frisst: Die unbequeme Wahrheit über versteckte Conversion-Killer

website optimization

In einem wettbewerbsintensiven Markt ist es entscheidend, Kund*innen mit einer überzeugenden Storyline anzusprechen. Viel Herzblut und Budget fließen in die Kreation der Werbeformate, optimiert für die unterschiedlichen Medienkanäle, um Kund*nnen von den eigenen Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen.

Des Weiteren wird an der Mediastrategie gefeilt, die Zielgruppenansprache mit neuen, datengetriebenen Ansätzen perfektioniert – alles mit dem Ziel, die Nutzer*innen in der Customer Journey zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Botschaft zu erreichen.

Wenn die Kampagne nicht die gewünschte Performance zeigt, wird gerne ein wesentlicher Faktor übersehen: Website-Traffic allein bringt noch keine neuen Kund*nnen. Der eigene Webauftritt ist ein essenzieller Baustein der User Journey und ein entscheidender Gamechanger, wenn es darum geht, die Conversion-Rate zu steigern. Ob Nutzer*nnen die neueste Showcase downloaden, das Kontaktformular abschicken oder ein Produkt im Onlineshop kaufen, hängt maßgeblich davon ab, ob die eigene Website der Erwartungshaltung der Nutzer*innen entspricht.

Website-Conversion Fehler: Es gibt Sie doch (noch)

Wie oft haben Sie es selbst erlebt? Man klickt auf einen ansprechenden Werbebanner, wird auf die Website geleitet und erlebt große Ernüchterung: Der Ladezeit-Spinner dreht sich sekundenlang, die Navigation gleicht einem Irrgarten, es gibt keinen „Message-Match“, d.h. man wird auf die Startseite verlinkt, anstatt direkt auf die angeteaserte Produktseite. Umso ärgerlicher, wenn das gewünschte Produkt „out of stock“ ist oder es Darstellungsfehler auf der Registrierungsseite gibt, da sie nicht device-übergreifend optimiert wurde. Das Worst-Case-Szenario tritt ein: Nutzer*innen sind genervt und die User Journey endet mit einem „Auf Nimmerwiedersehen“.

Auf Nachfrage, warum diese Hürden nicht beseitigt werden, erhält man gerne die gleichen Antworten: Bewusstsein für die Probleme ist da, aber unterschiedliche, teils veraltete technische Systeme im Backend, unflexible CMS-Designs, fehlendes Budget und Manpower oder mangelnde Kommunikation zwischen Abteilungen hindern zeitnah die unerlässlichen Optimierungsmaßnahmen.

Der Ladezeit-Spinner dreht sich sekundenlang, die Navigation gleicht einem Irrgarten, es gibt keinen „Message-Match“ –  das sind immer noch typische Pain Points für  Website Nutzer*innen.

Fehlende User Experience und Website-Optimierung

Durch eine mangelnde User Experience und die unzureichende Website Optimierung auf Conversion Rates bleiben viele Leads ungenutzt und Umsatz bleibt auf der Strecke. Es gibt unzählige Beispiele, die belegen, dass schon kleine Anpassungen in der Customer Journey echte Conversion-Pusher sein können. Solange Marken und Shops mit besonderen Angeboten punkten können, werden Kund*innen mehr in Kauf nehmen und weiterhin dort einkaufen. Doch noch nie war der Markt so kompetitiv und dynamisch wie heute. Insbesondere junge, neue Marken und Shops zeigen, dass es auch anders geht.

Ihre Quick Wins für performante Website

Es gibt unzählige Stellschrauben, um die Website performanter zu gestalten und viele davon sind nicht immer mit großem Aufwand verbunden.

💥Core Web Vitals Check

Langsame Ladezeiten beeinträchtigen nicht nur die Conversions, sondern auch das Suchmaschinen-Ranking. Hohe Absprungraten führen zu wertvollem Traffic-Verlust, und Google bestraft Websites mit langen Ladezeiten, indem es sie schlechter rankt. Zu Recht, denn 70% der Nutzer*innen brechen einen Kaufprozess direkt ab, wenn er ihnen zu schwierig oder nervenaufreibend erscheint – zeigt eine Studie von Google.

Conversion Rate Optimierung

Conversion Rate Optimierung: Kleine Änderung mit großer Wirkung – Schmuckhändler Angara, Quelle: Think with Google

Mit Pagespeed Insights können Sie Ihre Ladezeiten direkt testen und erhalten zudem hilfreiche und konkrete Optimierungstipps. Aber nicht nur die Ladezeiten spielen eine große Rolle, sondern auch das responsive Webdesign. Dazu muss man nur an das eigene mobile Nutzungsverhalten denken. Nicht umsonst fokussiert Google die Indexierung seit 2021 auf die mobile Version von Websites. Mit den Core Web Vitals (Ladezeit, Interaktion, Stabilität) hat Google zudem die wichtigsten Aspekte für Nutzer*innenerlebnisse definiert, um Hilfestellung zur Verbesserung des eigenen Online-Auftritts anzubieten.

Auch bei bestehenden Website-Templates sollte der Fokus bei Anpassungen oder für die Erstellung neuer Landingpages auf der mobilen Nutzung liegen. Website-Besucherinnen müssen die Website als (potenzieller) Kund*in einfach und intuitiv nutzen können. Website Consent muss auch auf Mobilgeräten korrekt und gut lesbar dargestellt werden. Klickbare Elemente dürfen z.B. nicht nah beieinander liegen, Buttons sollen in der Visualisierung klar identifizierbar sein und vor allem auch ohne Probleme klickbar sein. Registrierungsprozesse müssen als mobile Variante in kurze und in mehrere Schritte aufgeteilt werden und sich an die jeweilige Displaygröße anpassen. Ursprünglich aus dem Produktdesign stammend, gilt auch für das Web „Form follows function“. Denn was hilft das kreativste Design, wenn die Seite mobil nur eingeschränkt nutzbar ist.

💥User Experience – A/B und multivariate Tests

Es gibt mittlerweile viele Tools, mit deren Hilfe sich testen lässt, welche Anpassungen auf der eigenen Website zur Optimierung bestimmter KPIs führen (z. B. Verweildauer, Käufe oder andere Conversion-Arten). Google nennt hier das Beispiel des Schmuckhändlers Angara, der durch die einfache Platzierung eines „In den Warenkorb“ Buttons auf der mobilen Website den Umsatz eines Rings um 32 % steigern konnte.

Eine sehr gute Möglichkeit, das Nutzer*innenverhalten auf Ihrer Website besser zu verstehen, ist Microsoft Clarity. Mit diesem kostenlosen und datenschutzkonformen Tool können viele spannende Fragestellungen analysiert werden, wie z. B. ‚Verstehen meine Nutzer*innen die Website-Navigation oder warum springen Nutzer*innen im Checkout-Prozess ab?‘ Mit dem „Heatmap“-Feature lässt sich visualisieren, welche Bereiche oft geklickt oder gelesen werden. Daraus lassen sich rasch und unkompliziert wertvolle Erkenntnisse gewinnen, um gezielte Optimierungen der Website vorzunehmen.

Der Auswahl des richtigen Tools sollte immer einer Checkliste der eigenen Ziele vorangehen, um die entsprechenden Anforderungen abzugleichen. Und natürlich sollte die Auswahl in Abstimmung mit der eigenen IT- und Rechtsabteilung erfolgen, um sicherzustellen, dass das gewählte Tool den aktuellen Datenschutzrichtlinien entspricht.

💥Nach der Optimierung ist vor der Optimierung

Unterziehen Sie Ihre Auftritte (Website, App) auch nach einer größeren Optimierung regelmäßigen Checks. Dabei geht es nicht nur um die Kontrolle der Inhalte und Verlinkungen, sondern auch um die User Experience und Customer Journey. Ist Ihr Auftritt noch zeitgemäß? Finden sich die Nutzer*innen gut zurecht oder häufen sich Kritik und Abbrüche entlang des Kaufprozesses? Sind die Tools im Backend deutlich veraltet? Wer sich jetzt fragt, wie oft dieser regelmäßige Check erfolgen soll: Einen Wagen bringt man ja auch jährlich zum Service, oder?

💥Holistische Webanalyse

Mit datengetriebener Werbung lässt sich sehr viel Traffic auf die Website oder in die eigene App lenken. Trotzdem fehlt es in einigen Unternehmen immer noch an Web- und Datenanalyst*innen, die ihre Erkenntnisse an die entsprechenden Stakeholder weitergeben, um weitere Maßnahmen abzuleiten. Webanalyse wird oft „einfach mitgemacht“; Daten werden zwar in den entsprechenden Abteilungen bis ins Detail erhoben und ausgewertet, aber nicht gebündelt. Der Blick aufs große Ganze fehlt, und damit bleiben auch hier Möglichkeiten auf der Strecke. Die Expert*innen unseres Tech & Innovation Teams können an dieser Stelle unterstützen, um Ihre Daten abteilungsübergreifend zu konsolidieren und nutzbar zu machen.

💥Fragen Sie Ihre User*innen!

Immer wieder erleben wir bei adverserve, dass diese simple Möglichkeit nicht genutzt wird. Lieber werden Kolleg*innen aus dem eigenen Unternehmen für UX-Testing herangezogen (und weisen bereits eine gewisse Betriebsblindheit auf) oder Freund*innen und Familie gebeten, Tests durchzuführen. Dabei können die wertvollsten Informationen nur von den eigenen Kund*innen kommen. Nutzen Sie diese Chance und geben Sie ihnen eine Stimme, beispielsweise durch eine exklusive Einladung registrierter oder heavy User zum Testing. Kleine Incentivierungen wie z.B. Gutscheincodes schaffen zusätzlichen Anreiz, wertvolles Feedback zu erhalten, oder die Einladung an Freund*innen weiterzuleiten, um die Repräsentanz des Testings zu erhöhen.

💥Geben Sie Feedback!

User Experience und Markenerlebnis geht weit über einen Onlinestore oder einen physischen Shop hinaus. Haben Sie alle Touchpoints mit Ihren Kund*innen im Blick? Neben einer schlechten Webpräsenz können auch andere Kanäle oder Maßnahmen zu Abbrüchen und Unmut führen – wie zum Beispiel ein unmoderierter Social Media Auftritt, oder eine Umfrageteilnahme, die ohne jegliches “Danke” im Nirvana verschwindet.
User*innen, die sich Zeit für konstruktives Feedback nehmen, verdienen Ihre Wertschätzung. Nehmen Sie ihre Rückmeldungen ernst und zeigen Sie dies durch zeitnahe Rückmeldung – auf allen Kanälen. Marken, die dies verstanden haben, profitieren von höherer Loyalität und positivem Word-of-Mouth.

Fazit

Die Performance von Kampagnen und die Usability der Website müssen stets im Kontext betrachtet werden. Eine Werbekampagne kann nur erfolgreich sein, wenn der durch Werbung gewonnene Lead auch in der User Journey weitergeführt wird. Es bedarf eines harmonischen Zusammenspiels der richtigen Werbebotschaft zum richtigen Zeitpunkt, aber auch nutzer*innenorientierter Webangebote und Inhalte, um hinsichtlich der Erwartungshaltung der User ins Schwarze zu treffen.

Ihre Werbekampagnen können nur dann erfolgreich sein, wenn sie von einer nutzerfreundlichen Website unterstützt werden. Optimieren Sie Ihre Website für höhere Conversion Rates. Wir beraten Sie gerne dabei, die Customer Journey Ihrer Kund*innen nahtlos zu gestalten. Kontaktieren Sie unsere Expert*innen unter +43 1 522 7220-0 oder kontaktieren Sie uns mit Ihrem Anliegen per Kontaktformular.

Wie Datenfeeds die Kampagnenperformance optimieren

Datenfeeds als Performanceboost

Daten sind die wichtigste Währung im Marketing. Die datengetriebene Aussteuerung von Kampagnen um Kund*innen zu erreichen ist unerlässlich. Doch wie stellen wir sicher, dass Online-Anzeigen nur relevante Produktinformationen anzeigen? Das funktioniert in der Regel über sogenannte Datenfeeds. Was genau dahinter steckt, welche Vorteile sie bieten und wozu es eine neue, von adverserve entwickelte Schnittstelle braucht, erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Schlechte Daten, schlechte Performance – so kurz lässt sich zusammenfassen, wie bedeutend verlässliche Datengrundlagen im Marketing sind. Daten sind der Schlüssel zum Erfolg. Aber nicht jeder Schlüssel passt in jedes Schlüsselloch.

Die Datenfeed-Lösung von adverserve: Maximale Flexibilität, hohe Skalierbarkeit und klarer Performance Uplift

Das klingt schon einmal vielversprechend, doch wie kommen die Daten in die jeweilige Werbeplattform und so wie sie das Setup der Kampagne verlangt? Unser Expert*innen Team hat diese Thematik aufgegriffen und ein spezielles Script entwickelt, welches die Daten automatisiert für die Nutzung der Werbeplattformen aufbereitet. Dabei wird die Datenfeed-Lösung genau auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele unserer Kund*innen zugeschnitten.

Die Daten werden nun präzise an die Anforderungen und Ziele der Werbekampagnen angepasst. Der große Vorteil? Eine schnelle Skalierbarkeit der Kampagnen und eine hohe Automatisierung bei der Erstellung und Ausspielung von Anzeigen mit deutlicher Steigerung der Performane. Wir würden meinen, der „Perfect Match“ – hier greift alles ideal ineinander.

 

Eine simple Rechnung: Ohne Daten keine Performance – Datenfeeds sind ein essentieller Baustein im Digital Marketing, um Kampagnen performant auszuspielen.

 

Datenfeeds: So werden Produktinformationen für Google und Meta genutzt

Achtung jetzt wird’s etwas technisch, aber wir versuchen es step-by-step zu erklären! 😁

💥Schritt 1: Strukturierte Datenübertragung mit JSON-Dateien

Bevor Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen, Preise, Links zur Landing Pages oder ähnliches für die Ausspielung von Ads genutzt werden können, müssen sie erst einmal von den Datenquellen der Kund*innen zu den Plattformen wie Google oder Meta übertragen werden. Hier kommen Datenfeeds zum Einsatz. In diesen werden die Informationen strukturiert aufbereitet und laufend aktualisiert übermittelt. Die Basis dafür ist die Java Script Object Notation, kurz „JSON-Datei“ genannt und etablierter Marktstandard für den Austausch von Daten.

💥Schritt 2: Automatisierung mit Cronjobs

adverserve hat eigens programmierte „Cronjobs“ implementiert, um die gewünschten Daten automatisch von den Datenquellen der Kund*innen zu extrahieren. Diese Daten werden zusammen mit der ursprünglichen JSON-Datei auf einen FTP-Server gespeichert. Cronjobs oder oft auch „Script“ genannt definieren die Befehle oder Aktionen, die automatisiert und zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt werden sollen. Bei Werbekampagnen können dies beispielsweise täglich um Mitternacht aktualisierte Produktnamen, Lieferzeiten oder Preise sein.

💥Schritt 3: Konvertierung für dynamische Anpassung

Um die Daten für die automatisierte Anpassung der Werbung zu nutzen, ist ein weiterer Konvertierungsschritt erforderlich. Das programmierte Script wandelt das JSON-Dateiformat auch automatisiert in eine csv Datei um. Diese beinhaltet nur jene Informationen, die für das jeweilige Kampagnen-Setup Relevanz haben und ist auch der Werbeplattform entsprechend formatiert. Durch die Konvertierung der Daten können die Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen für die dynamische Anpassung der Werbesujets in Meta oder der Anzeigentexte in Google Ads verwendet werden.

Cost per Action (CPA) um rund 60% reduziert

Die Datenfeed-Lösung ist bereits erfolgreich im Einsatz. Ein aktueller Best Practice Case aus dem Bereich e-commerce zeigt einen signifikanten Performance Uplift. Hier wurden Meta-Kampagnen mit und ohne Datenfeed gegeneinander getestet. Der Test lief im 4. Quartal, wo sich die CPAs aufgrund höherer Nachfrage generell auf einem hohen Preisniveau befinden. Der CPA mit Feed betrug weniger als die Hälfte des CPAs der Kampagnen ohne Daten. Diese klare Kosteneffizienz wurde durch die Nutzung der Daten in Kombination mit dem Algorithmus sowie des User*innen-Verhaltens und der allgemeinen Learnings des Werbekontos ermöglicht.

Flexibler Datenfeed mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten

Die Datenfeed-Lösung von adverserve ist auch im Google Universum vielseitig einsetzbar und eignet sich für unterschiedliche Kampagnentypen:

  • Remarketing im Google Display-Netzwerk, z.B. um bei Dynamic Search Ads oder Performance Max-Kampagnen die richtigen Landing Pages für die jeweiligen User*innen zu nutzen
  • Suchanzeigen für Produkte mit großem Bezug auf Aktualität und somit nicht ständig manuell adaptiert werden müssen. Updates, zum Beispiel zum Preis, können alle sechs Stunden automatisch eingespielt werden
  • Ads mit lokalem Bezug, die ausweisen sollen, welche Produkte es in einer bestimmten Filiale gibt ob diese vorrätig sind und die dazu beitragen, User*innen an den physischen Standort zu bringen.

Fazit

Datenfeeds sind ein entscheidender Baustein im modernen Marketing. Sie ermöglichen nicht nur die Identifizierung potenzieller Kund*innen sondern auch die zielgerichtete Bereitstellung relevanter Informationen für die dynamische Erstellung und Optimierung der Werbeformate selbst. Datenfeeds spielen hierbei eine entscheidende Rolle, indem sie Informationen strukturiert und aktuell zur Verfügung stellen.

Insgesamt bieten Datenfeeds den Werbetreibenden effektive Möglichkeiten – die Performance von Werbekampagnen zu steigern und gleichzeitig die Kosten sowie den personellen Aufwand zu optimieren – ein echter Gewinn für Werbetreibende in der digitalen Welt.

Sie wollen wissen, wie auch Sie Ihre Produktdaten als konstanten Treiber Ihrer Kampangenperformance einsetzen können? Unsere Expert*innen stehen Ihnen gerne für all Ihre Fragen zur Verfügung.
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